Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg

Ein niedriger Papierpreis sowie in den letzten Jahren gestiegenen Kosten führen nach 18 Jahren dazu, dass die Abfallgebühren beim ZAW ansteigen.Gebührenbescheid2

Wie in den vergangenen Jahren ist die wirtschaftliche Entwicklung des ZAW auf der Einnahmeseite stark von der Marktsituation beim Verkauf des eingesammelten Altpapiers abhängig. So konnten beispielsweise im Jahr 2017 fast 3 Mio. € erlöst werden. Hinzu kam, dass die Müllverbrennungs-anlage in Darmstadt (ZAS) zeitweise Überschüsse an den ZAW ausgezahlt hatte.

Diese Situation führte dazu, dass der ZAW Rückstellungen aufbauen konnte. Diese Rückstellungen sind nach dem Kommunalabgabegesetz den Gebührenzahlenden wieder gutzubringen. Dies erfolgt durch den Ausgleich von Defiziten in Jahren, in denen die Einnahmen nicht ausreichten und durch Gebührenrückzahlungen. So hat der ZAW in den Jahren 2012 bis 2019 in Summe über 8,2 Mio € an die Gebührenzahlenden gutgebracht - zuletzt im Jahr 2019 (rd. 1,1 Mio €). Für 2020 konnte damit noch ein Defizit ausgeglichen werden.

Nun ist die Gebührenausgleichsrücklage aufgebraucht und für die nächste Gebührenperiode müssen die Gebühren den gestiegenen Ausgaben neu angepasst werden.

Seit 2017 und insbesondere zu Beginn der Pandemie gingen die Papiererlöse sehr stark zurück, so dass die seit 2004 erfolgten Kostensteigerungen (Löhne, Treibstoffe, Beschaffungskosten, etc.) nicht mehr ausgeglichen werden können.
Die allgemeine Preissteigerung seit 2004 bis Ende 2021 beträgt entsprechend stat. Bundesamt ca. 32%. Dabei haben sich besonders in nahezu allen Bereichen die Transportkosten stark verteuert, da auch hier - wie in der gesamten EU - ein erheblicher Mangel an LKW-Fahrern besteht.

Zusätzlich sind die Anforderungen im Umweltschutz in den vergangenen Jahren stark angestiegen sowie die damit verbundenen Kosten. Ein nachvollziehbares Beispiel hierfür ist die höhere Anforderung an die Kompostqualität. Dies hat zur Folge, dass die zunehmende Verunreinigung des Bioabfalls mit Plastikmüll, derzeit ein weiterer, kontinuierlich steigender Kostenfaktor bei der Abfallentsorgung darstellt.

Der Betreiber der fünf Kompostierungsanlagen im Landkreis, das Da-Di-Werk Umweltmanagement, betreibt einen immer größeren Aufwand, damit die von der Bundesgütegemeinschaft Kompost vorgegebenen Qualitätskriterien erreicht werden um den Kompost weiterhin entsprechend sauber an die Landwirtschaft zur Verwertung abgeben zu können. Auch dies schlägt sich in steigenden Kosten nieder. Hierzu werden vermehrt technische Anlagen wie Windsichter und ein feineres Absieben eingesetzt. Dies erzeugt größere Mengen plastikhaltiger Störstoffe, die entsprechend aufwändig zu entsorgen sind.


Hier könnte jeder Einzelne zu Kostensenkungen beitragen, wenn schon bei der Sammlung auf die Kunststofffreiheit des Bioabfalls geachtet wird. Auch biologisch abbaubarer Kunststofftüten gehören nicht in den Bioabfall.

All diese Entwicklungen spiegeln sich in der Kalkulation der Abfallgebühren für den Zeitraum 2021-2023 wider:

Gebühren für Restmüllgefäße 
Größe Restmüllgefäß Mindestgebühr pro Jahr* Gebühr je zusätzliche Entleerung
         50 Liter    108,00 €              9,00 €
         60 Liter    129,60 €            10,80 €
        80 Liter        172,80 €            14,40 €
      120 Liter    259,20 €            21,60 €
      240 Liter    518,40 €            43,20 €
  1.100 Liter** 2.859,60 €                 ----
  1.100 Liter*** 4.288,92 €                 ----
* = inkl. der 12 Entleerungen bei den Gefäßgrößen 50 bis 240 Liter
** = zweiwöchentliche Entleerung
*** = wöchentliche Entleerung
   


  • Bei einem auf ein Müllschleusensystem umgerüsteten 1.100-Liter Restmüllgefäß beträgt die monatliche Grundgebühr bei
    zweiwöchentlicher Abfuhr 164,00 € und bei wöchentlicher Abfuhr 246,00 €. Die Leistungsgebühr je Einfüllvorgang beträgt 1,60 €. Karten-/Stickverlustgebühr 15,00 €. Für den Auf- oder Abbau einer Müllschleuse wird eine Verwaltungsgebühr von 125,00 € erhoben. 

 

Weitere Gebühren

  • Ein Müllsack kostet pro Stück 6,30 €.
  • Für die An,-Um- und Abmeldung von Restmüll- sowie Bioabfallgefäßen wird jeweils eine Bearbeitungsgebühr von 12,50 € erhoben.
  • Eigenkompostierer erhalten auf Antrag eine Gebührenermäßigung von 2,80 € monatlich.
  • Bei kostenpflichtigem Zusatzbiovolumen werden je 120 Liter monatlich 2,40 € berechnet.
  • Die Gebühr für die Abfuhr eines, mit Fremdstoffen verunreinigten Bioabfallgefäßes, im Rahmen der Restmüllabfuhr, beträgt für ein 120 Liter-Gefäß 21,60 € und für ein 240 Liter-Gefäß 43,20 €.
  • Für die dritte und jede weitere Sperrmüllabfuhr eines Haushaltes im Kalenderjahr wird eine Leistungsgebühr von 68,20 € erhoben.
  • Die Leistungsgebühr für die Expres-Service-Abfuhr (bis 4 m³) Sperrmüll beträgt 68,20 €.
  • Erfolgt die dritte und jede weitere Sperrmüllabfuhr eines Haushaltes im Kalenderjahr als "Express-Service-Abfuhr", wird eine Leistungsgebühr von 136,40 € erhoben.

 

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